Entschleunigen – Was wir von den Faultieren lernen können

Zugegeben: Heute ist das kein ganz so ernst gemeinter Beitrag. Also – die Ratschläge zum „langsam machen“, zum Entschleunigen schon! Nicht aber die Herleitung über das Faultier… 🙂 die ist eher kreativ, aber das muss ja auch mal erlaubt sein. Darauf gekommen bin ich, weil es gerade recht stressig ist… und auch, wenn wir von aktiVital Experten sind: Wir sind auch nur Menschen. Also habe ich mich dabei erwischt, wie ich mich antreiben ließ. Statt mich einfach mal treiben zu lassen… Und dachte kurz: Faultier sein… das wäre fein! Und dann hab ich die Internet-Suchmaschine angeworfen und Facts zu den Faultieren gesucht. Ich wünsche Euch jedenfalls viel Spaß bei unseren Faultier-Tipps zur Entschleunigung des Lebens.

Faultiere verbringen fast Ihr ganzes Leben an einem Baum hängend, mit dem Rücken nach unten.

Das sollten wir uns zum Beispiel nehmen in stressigen Zeiten. Nicht unbedingt an einen Baum hängen, aber schön mit dem Rücken nach unten auf die Couch, wenn uns WIRKLICH danach ist. Einfach mal abhängen. Fleißig sein ist eine feine Sache aber jeder Mensch braucht Feierabend. Nicht immer denken „Ich muss noch dies, ich muss noch das…!“ Hört auf die innere Stimme, die bei Stress auf jeden Fall warnt!

Nur einmal pro Woche klettern Faultiere vom Baum… dann  wenn Sie „mal müssen“.

Ihr solltet da einen besseren Verdauungsrhythmus hinbekommen – mehr will ich dahingehend gar nicht raten. Was man aber hieraus lernen kann: Faultiere tun manche Dinge wirklich nur so wenig wie nötig. In Stresszeiten heißt das übertragen für uns: Gang zurückschalten, reflektieren. „Muss“ das nun wirklich sein… oder kann es noch warten? Falls es warten kann: Runter von der akuten To do-Liste!

Faultiere können ziemlich gut schwimmen.

Wann wart Ihr eigentlich das letzte Mal in einem Schwimmbad? Also nicht zum Planschen, sondern zum richtigen Bewegen? Schwimmen entspannt, ist gut für den Rücken… und manchmal kann man einfach abtauchen. Herrlich, oder? Wer sich bei der sportlichen Betätigung allzu sehr sträubt: Ein Wannenbad mit Aroma-Öl kann auch schön zur Entschleunigung sein 😉

Faultiere gehen ja nun sehr selten aufs Klo, haben wir gelernt. Grund dafür ist wohl ihre langsame Verdauung. Bis zu einem Monat brauchen Sie, bis etwas gegessenes verdaut wird.

Mmmh, darauf haben wir wohl keinen Einfluss… und für uns wäre das wohl auch eher unangenehm. Aber: Langsam essen wäre doch prima. Gut kauen, nicht schlingen. Überhaupt Zeit nehmen fürs Essen und nicht zwischen Tür und Angel etwas hineinschaufeln. Genießen, erschmecken, sich freuen. Auch eine prima Achtsamkeitsübung!

Spätestens seit den Faultieren in „Zoomania“ wissen wir, WIE gemächlich sie sich bewegen. Das spart eine Menge Energie.

Also, ich bin selbst eher ein flinker, „zackiger“ Typ und möchte sicher nicht wie ein Faultier durchs Leben schleichen. Aber manchmal erwische ich mich dabei, wie ich selbst entspannte Dinge so schnell mache, als sei ich wahnsinnig in Eile – beinahe als Gewohnheit, gerade in stressigen Zeiten. Das hat dazu geführt, dass mich ein Freund mal gefragt hat, ob wir denn nicht „spazieren GEHEN könnten“ statt zu rennen. 😉 Will sagen: Überprüft Euch mal – ist es notwendig, sich zu beeilen oder seid Ihr schon im Schnell-Schnell-Dauermodus? Dann auf jeden Fall bremsen!

Faultiere sind – wenn Sie sich mal vom Baum wagen – schnelle Beute. Deshalb stirbt etwa die Hälfte der Faultiere beim Toilettengang.

Wie bekomme ich da jetzt die Kurve zu etwas lehrreichem? Da seid Ihr auch gespannt? Ok, also: Ich finde es wichtig, mutig zu sein. Wichtig, etwas zu wagen und auch Risiken einzugehen. Daran wachsen wir. Allerdings finde ich es gerade in stressigen Phasen wichtig, nicht noch mehr Adrenalin hochkochen zu lassen. Es ist wichtig, Platz für Entschleunigung zu finden, zu schaffen. Wenn also eh „Alarm“ ist, setzt Euch nicht auch noch irgendwelchen Wagnissen aus, die Euch zusätzlich stressen. Ob nun mental oder körperlich. Passt auf Euch auf!

Faultiere haben einen Scheitel. Dieser verläuft vom Bauch bis zum Rücken und teilt das dichte Fell.

Macht Euch keinen Kopf, wenn der Friseurtermin platzt, weil Ihr länger arbeiten müsst oder Ihr Euch stattdessen auch einfach mal für einen ruhigen Nachmittag ohne Fön und Smalltalk entscheidet. Gepflegt sein ist natürlich ein Muss, aber High-End-Beauty muss vielleicht nicht immer sein. Reicht auch wieder nächste Woche, sozusagen. Und der Vorteil: Wenn Euer ungeschnittenes Haar zu einem Scheitel fällt und ihr bei Eurem Entspannungs-Spaziergang in den Regen kommt, läuft das Wasser einfacher ab – wie bei den Faultieren 😉

Macht Euch eine entschleunigte Woche!

Eure Janine