Outdoor-Sport im Herbst

Wie Ihr den inneren Schweinehund überwindet und Euch gegen die Kälte schützt

Der Blick geht nach unten. Die Turnschuhe sind schon angezogen. Ihr wolltet ja mal wieder joggen. Mmh. Nasskalt draußen. Rutschiges Laub. Sollt Ihr wirklich? Drinnen bleiben wäre ja jetzt auch schön gemütlich. Auf der Couch oder so. Und morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

Nix da! Bei kühlem Wetter Sport zu treiben, ist gut für Euer Immunsystem. Und darüber hinaus ist es gut für die eigene Moral, wenn Ihr durchzieht, was Ihr Euch vorgenommen habt. Was allerdings wichtig ist: Dass Ihr auf Euch aufpasst. Und was eine Hilfe sein kann: Verabredet Euch mehr denn je zum Sport. Euer Buddy wird Euch schon nach draußen zerren, falls Euer innerer Schweinehund allzu laut bellen sollte…

Was lässt sich draußen im Herbst alles tolles tun? Da fallen mir ne Menge Sachen ein:
Kicken mit den Kumpels, Jogging, mal wieder nen Trimm-Dich-Pfad finden und entlang arbeiten, eine Radtour, Walken – und Frisbee bekommt bei Herbstwind auch nochmal einen aufregenden Drive.

Folgendes legen wir Euch (warm) ans Herz.

  1. Mehr als im Sommer: Wärmt Euch gut auf. 15 Minuten Stretching wären super. Eure Muskeln werden es Euch danken!
  2. Achtet auf passende Kleidung. Gefütterte Jacke, Thermo-Kleidung, Schal, Mütze. Klingt nach Schwitzen, aber mal ehrlich: Schwitzen werdet Ihr ohnehin… und bei Wind und Kälte holt Ihr Euch sonst schnell eine Erkältung.
  3. Deshalb auch nicht einfach stehen bleiben und pausieren, wenn Ihr aus der Puste seid. Lieber langsam weiter gehen. Der Körper kühlt schneller aus als Ihr denkt. Bei Herbst-Witterung hat das auf jeden Fall Schupfen- und Husten-Potential.
  4. Falls Ihr übrigens schon erkältet seid: Dann dürft, nein sollt Ihr den inneren Schweinehund unbedingt hegen und pflegen. Bitte macht keinen Sport! Ihr könntet eine Herzmuskelentzündung bekommen.
  5. Ihr denkt: Nass ist es eh schon draußen! Da brauche ich nicht so viel trinken! Weit gefehlt. Natürlich kommt das deutsche Herbstwetter nicht mit 30 Grad aber Flüssigkeit verliert Ihr beim Sport trotzdem. Deshalb unbedingt auch hier auf ausreichend Flüssigkeit achten. Ein warmer Tee ist doch zum Beispiel prima!
  6. Von warmen Tee nochmal zur kalten Luft. Wenn Ihr bei Sport schön regelmäßig atmet, dann achtet Outdoor auf jeden Fall besonders darauf, dass Ihr durch die Nase atmet. Besonders wenn das Thermometer mal unter Null fällt, werden Atemwege und Lunge es Euch danken.
  7. Checkt die Wege! Guckt, wo Ihr hintretet. Gerade bei all dem Herbstlaub und einem schönen Lauf im Wald, kann es rutschig sein. Passt auf Euch auf!
  8. Zum Schluss noch drei Hinweise für Radler: Wer gerne sportlich mit dem Rad unterwegs ist, braucht besonders guten Schutz gegen die Kälte am Kopf. Und auch aus Sicherheitsgründen. Helm gegen Mütze zu tauschen, ist deshalb keine gute Idee. Aber es gibt Helmmützen. Sie sind aus dünnem Fleece und passen bequem unter den Helm.
  9. Es ist schön, wenn die Sonne durch das Herbstlaub blinzelt, aber sie kann auch heftig blenden. Spätestens wenn auch Schnee liegt. Eine spezielle Fahrradbrille hilft. Sie schützt vor der Sonne und vorm Fahrtwind. Und: Der Herbst ist dunkel. Sorgt nicht allein mit einer Fahrradbrille für Eure gute Sicht, sondern auch dafür, gut gesehen zu werden. Reflektorstreifen an der Kleidung und Reflektoren am Rad helfen auf alle Fälle!
  10. Schützt also Euch… und Euer Rad: Die Kette braucht im Winter besonders viel Pflege. Regen und Spritzwasser von der Straße waschen quasi das Öl von der Kette. Streusalz tut ihr auch nicht gut. Ein Kettenspray ist da eine feine Sache. Verzichtet auf zähflüssige Schmiermittel. Schmutz bleibt darin haften und wirkt wie Schmirgelpapier.

So weit, so herbstfrisch. Wagt Ihr Euch nach draußen? Besiegt Ihr den inneren Schweinehund? Sollte er die Größe eines Bernhardiners haben, könnt Ihr ja Fünfe gerade sein lassen und einfach nur spazieren gehen… Frische Luft bekommt Ihr allemal. Und rosige Wangen – es lebe der gesunde Teint.

Eine schöne Woche wünscht Euch

Eure Janine