Gesünder durch Geselligkeit

Die Macht der sozialen Kontakte

Habt Ihr unser Posting vom gemeinsamen Mittagessen gesehen? Das gibt es bei aktiVital regelmäßig. Kaum jemand futtert allein vor sich hin – weil sich einfach immer eine kleine, nette Runde ergibt. (Auch, wenn jeder natürlich auch gern mal für sich sein kann, wenn er das möchte!)

Darüber habe ich nachgedacht und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich auch privat mal wieder Freunde nett zum Essen einladen sollte. Oder zum Spieleabend. Ist lange her… und es fehlt mir. Geselligkeit, das hat schon was… und hatte früher – zum Beispiel zu Studienzeiten – auf jeden Fall mehr Platz in meinem Leben. Wie ist das bei Euch? Pflegt Ihr Freundschaften genauso eng wie früher? Oder denkt Ihr manchmal: „Mensch, wir müssten aber endlich mal wieder… aber… keine Zeit…“

Geselligkeit ist wichtig, für unsere Psyche, aber auch für unseren Körper. Dass Einsamkeit krank macht, wissen wir beinahe intuitiv. Studien belegen das außerdem. Im Umkehrschluss weiß man aber inzwischen auch: Wer gute soziale Kontakte hat, ist nicht nur weniger krank als einsamere Menschen, sondern ist auch gesünder als der Durchschnitt. Die Zusammenhänge liegen auf der Hand, wenn man mal kurz darüber nachdenkt: Wer viele soziale Kontakte hat, ist offener und verfügt wahrscheinlich schon über eine positivere Lebenseinstellung. Das ist gut für Körper und Geist. Der Psychosomatik-Experte Peter Henningsen ist davon überzeugt, dass unsere Gesundheit von mehr abhängt als regelmäßigem Sport und guter Ernährung. Er zitiert den Wissenschaftsjournalisten Werner Bartens: „Wer sich jeden Tag missmutig ein paar Löffel kalt gepresstes Olivenöl einflößt, der wird davon keinen gesundheitlichen Nutzen haben.“ Und er meint, da sei ein Schweinebraten in geselliger Runde schon viel besser. Also… da wär ich dabei! 🙂

Es gibt auch eine Studie der Ruhr-Uni-Bochum, die gezeigt hat, dass Geselligkeit unsere Gehirnzellen anregt… und wir damit lernfähiger werden. Ok, zugegen: Die Studie hat das Ganze an Mäusen erprobt… sie wurden gelehriger, wenn sie sich in einem Gehege mit vielen Aktivitäten austoben konnten… aber nur in geselliger Runde mit Artgenossen. Aktivität allein brachte es nicht. Arne Buschler hat dazu Nervenzellen im Hippocampus untersucht. Diese Gehirnregion ist für das Langzeitgedächtnis wichtig.  Und hier gab es eben mehr Aktivität bei Mäusen in Gruppen und mit ausreichend Beschäftigung.

Wenn Ihr nun fragt: „Na und? Was heißt das für uns Menschen?“

Dann kann ich Euch sagen: Die Studie ist auf Menschen übertragbar. Eine weitere Untersuchung an der Ruhr-Uni hat die Mäuse-Ergebnisse belegt. Hier hat man nämlich ältere Menschen beobachtet, die gemeinsam einen Tanzkurs besucht haben und dieselben Effekte beobachtet. Wichtig dabei: Soziale Kontakte allein machten nicht so viel aus. Es muss auch eine anregende Umgebung sein.

Das wiederum erklärt für mich, warum dumpfbackiges Chillen ohne ein Gespräch (und das meine ich im GROSSEN Unterschied zu angenehm gemeinsamem Schweigen!) und gemeinsames Beisammensitzen und aufs Handy starren nicht gerade unsere Zellen ankurbelt… 😉

Doch nun noch mal weg von den Untersuchungen, hin ins echte Leben um uns herum:

Wir sollten uns wieder mehr verabreden… und das vielleicht mal durch einen kleinen Anruf statt einer whatsApp. Und dann nett zusammensitzen, quatschen, was spielen, irgendein Heimwerkerprojekt umsetzen, den Garten umgraben, einen Waldspaziergang machen oder oder oder. Das macht Spaß, schüttet Endorphine aus, wir bekommen neue Energie, schöpfen viel Vertrauen, stärken unser Selbstbewusstsein und damit senken wir unseren Stresspegel. Ist doch irgendwie logisch, oder? Ganz ohne Studie.

Und: Es ist schlichtweg schön, Zeit mit Freunden zu verbringen. Oder der Familie.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf uns… auf dieses Leben… und auf die Geselligkeit.

Habt eine gesellige Woche,

Eure Janine

Quellen:

https://www.derwesten.de/gesundheit/geselligkeit-haelt-geistig-fit-und-steigert-die-lernfaehigkeit-id6311241.html

https://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/psyche-und-gesundheit-freunde-sind-wichtiger-als-die-ernaehrung-a-836049.html

Das Soziale und die Gesundheit