Mensch, ärgere Dich nicht… und spiele!

Warum Spielen für Erwachsene wichtig und gesund ist

Gestern war Weltspieletag… er wäre fast an mir vorbei gerauscht, aber der Radiomoderator hat den Tag erwähnt, als wir gerade beim Frühstück waren. Ich habe gerade in mein Frischkäsebrot gebissen, neben mir mein kleiner Sohn… Und da dachte ich: Wieviel er spielt! Wie viel er spielerisch erprobt! Für ihn ist Spielen an der Tagesordnung. Es ist seine Hauptbeschäftigung, in der KITA nennen sie es sogar „Arbeit“, denn naach ein paar Stunden spielen kann der kleine Mann schon ganz schön kaputt sein. Alles entdeckt er mit seinen fast 17 Monaten auf diese Weise. Und er lernt dabei. Und wenn er spielt, dann geht es ihm gut.

Dann kam mein Gedankensprung: Für uns ist Spiel nicht mehr „Arbeit“, für uns ist Spiel Freizeit. Und macht uns gerade deshalb wohl auch so glücklich. Das wollte ich jetzt irgendwie genauer aufdröseln.

Warum ist Spielen ein Glücklichmacher? Ist es sogar gesund? Sollten Erwachsene mehr spielen? Und wenn ja, weshalb? Was ist so gut am Spiel?

Für Spielforscher Prof. Rainer Buland ist Spielen bei Erwachsenen wichtig. Allerdings gilt das nicht für Gameshows oder Glücksspiel. Vielmehr zielt er in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen auf die guten alten Spiele in Gesellschaft ab. Solche Spiele seien gesund, sagt er. Der Fachbegriff dazu lautet: „Psychoimmunologie“ bzw. in der langen Version: „Psychoneuroimmunologie“.

Dieses Forschungsgebiet befasst sich mit dem Zusammenspiel von Psyche, Nervensystem und Immunsystem. Wikipedia erklärt: „Eine Grundlage ist die Erkenntnis, dass Botenstoffe des Nervensystems auf das Immunsystem und Botenstoffe des Immunsystems auf das Nervensystem wirken.“

Prof. Rainer Buland bringt es so auf den Punkt: „Die Mediziner fragen: Was hält uns gesund? Die Antwort ist eindeutig: Gute Ernährung, viel Bewegung und alles, was mit Freude, Geselligkeit, Spiel zu tun hat.“

Also ja: Spielen hält uns gesund. Wenn wir kurz darüber nachdenken, müssen wir keine Psychologen sein, um das zu erkennen, denn: Das Spiel fördert soziale Kontakte,  wir setzen uns mit den Mitspielern auseinander. Wir können – je nach Spielform – unsere Geschicklichkeit erproben oder unsere grauen Zellen ankurbeln. Wir können raten, kreativ sein, strategisch denken. Das Spiel eröffnet eine Menge Möglichkeiten für Körper und Geist.

Unser Gehirn läuft beim Spielen zur Höchstform auf – das ist auch ein Grund, warum wir „trockene Themen“ gut im Spiel lernen können. Auch in Seminaren gibt es nicht umsonst so viele Spiele.

Und: Wer viel spielt, der entspannt gut. Wir können uns die Langeweile vertreiben (wenn wir welche haben) und dem Frust aus dem Alltag entgegen wirken. Wieder ein bisschen Kind sein… das sorgt für einen lockereren, leichteren Blick auf viele Dinge. Das ist befreiend, und ein Perspektivwechsel tut immer gut.

Und schlussendlich: Spielen macht Spaß. Wie kann das NICHT gesund sein? J

Ihr habt jetzt Lust aufs Spielen bekommen?

Hier haben wir ultimative Tipps für Euren Spieltrieb zusammengefasst:

  1. Lade zum Spieleabend ein
  2. Feiere eine Party mit Spielen – aber richtig
  3. Nutze Wartezeiten zum Spielen
  4. Nimm Gelegenheiten zum Spiel wahr
  5. Lass Dir zeigen, was andere gern spielen
  6. Spiel auch mal mit Dir alleine
  7. Überrasche Deinen Partner mit einem Spiel (das ist nur was für Erwachsene 😉 )

Quelle und mehr Infos zu den einzelnen Punkten:                                                 https://better-than-ever.com/tipps/erwachsene-spielen-nicht-von-wegen/

Übrigens: Auch wir bieten eine Menge Spiele an, unsere AktiVital-Planspiele nämlich – zu spannenden Themen: BWL, Arbeitssicherheit & Aufbau des BGM. Hier wird es informativ, spielerisch, nachhaltig. Schaut rein!

https://www.aktivital.org/leistungen/beratung/planspiele

In diesem Sinne: Viel Spaß auf der Spielwiese, tobt Euch diese Woche aus!

Eure Janine