Das „Gönndirwas-Wochenende“ als krönender Abschluss und Start in neue Ernährungsgewohnheiten

Es ist soweit!!!

Endlich dürfen wir all das auf unsere Teller packen, auf das wir die letzten Wochen verzichtet haben.

Aber warum endet ein Programm, mit dem Ziel der langfristigen Ernährungsumstellung, eigentlich mit solch einem Wochenende?

Genau das möchte ich Euch heute einmal genau erklären:


Wie schon am Mittwoch kurz beschrieben, gibt es bei vielen Teilnehmenden des Programmes ein Phänomen ab dem Start des 2. Kapitels.

Man „darf“ wieder Kohlenhydrate, in Form von Vollkornprodukten und stärkehaltigem Gemüse zu sich nehmen und doch greift man eher zu den Lebensmitteln, die einen durch das Kapitel 1 begleitet haben.

Am Gönndirwas-Wochenende soll nun einmal ganz bewusst zu all dem gegriffen werden, worauf man Lust hat. Wenn das dann am Ende die Lebensmittel sind, die ohnehin bisher auf dem Speiseplan standen, super!

Schnappt Ihr Euch aber eher die Schoki, den Vanillepudding oder jede Menge Süßigkeiten, auch gut! Also zumindest erst einmal.

Wenn ihr dies tut, dann allerdings immer mit einem kleinen Hintergedanken. Schmecken diese (meist wohlbekannten) Lebensmittel noch genau so, wie Ihr sie in Erinnerung habt?

Aus meinen Erfahrungen der Challenge im letzten Sommer weiß ich, dass der Geschmackssinn definitiv verändert ist. So schmeckt mir z.B. keine Vollmilch-Schoki mehr, ich nasche viel lieber ein Stück Zartbitter-Schokolade.

Vor allem im Fitnessbereich schwören viele Sportfreaks, die auf ihre Ernährung achten, auf sogenannte Cheat Days. Auch Diätprogramme wie z.B. „Bodychange“ haben einen solchen Tag in ihr Programm aufgenommen.

Das bedeutet, es gibt einen Tag in der Woche, an dem man nicht auf die Kalorien oder Nährwerte achtet und sich etwas gönnen darf. Ein „Fresstag“ also.


Ich fange mal ganz am Anfang an; Mit dem Start des Programmes „Zuckerwatte im Kopf“ haben wir die Ernährung dahingehend geändert, dass sehr wenige Kohlenhydrate als Energiequelle in der Nahrung vorhanden waren.

Das Problem: Unsere Körper sind, genauso wie unsere Vorfahren in der Steinzeiten, auf „Überleben“ eingestellt. Beginnt man z.B. mit einer Diät, fährt der Stoffwechsel auf ein Minimum nach unten und erreicht damit quasi eine Art Energiesparmodus.

Zieht man eine Ernährungsweise mit wenigen bis gar keinen Kohlenhydraten über eine längere Zeit hinweg durch und gleicht nicht (wie z.B. bei der ketogenen Ernährung) den Energiebedarf mit Fetten aus, könnte man eine dauerhafte hormonelle Anpassung des Körpers riskieren. Der Grundumsatz sinkt.

Setzen wir jetzt einen Cheat Day in die Woche, sorgen die dort aufgenommenen Kohlenhydrate dafür, dass der Stoffwechsel wieder Fahrt aufnimmt und (eventuelle 🙂 ) Fettpölsterchen im Körper weiter schmelzen.

Warum?

Ganz einfach: Die große Energiequelle signalisiert dem Körper nämlich, dass die „Hungerperiode“ vorbei ist. Außerdem wird das Gehirn wieder mit Glukose versorgt und die Serotonin-Produktion (Glückshormon) angekurbelt.

Auch mental kann ein Cheat-Day wahre Wunder bewirken. Es ist nämlich viel einfacher, sich an einige Regeln bezüglich einer gesunden und ausgewogenen Ernährung zu halten, wenn man die Aussicht auf einen „Schummeltag“ hat. Denn einen ganzen Tag lang keine Willenskraft aufbringen zu müssen, entlastet die Psyche ungemein.

Ein weiterer Vorteil dieser besonderen Tage ist, dass man eine klare zeitliche Planung vor Augen hat. Ähnlich dem Programmablauf von „Zuckerwatte im Kopf“. Auch hier wissen die Teilnehmenden, wie lange sie noch in einem bestimmten Kapitel verbringen müssen und wann der nächste Schritt erreicht ist.


Also seht das „Gönndirwas-Wochenende“ als eine Art „Belohnungs-Cheat-Day“, bevor das „Leben nach dem Zuckerentzug“ startet.

Und das Leben DANACH soll auch gleichzeitig ein Neuanfang sein. Denn nun heißt es, all das anzuwenden, was Ihr aus dem Programm mitnehmen konntet und bleibt vielleicht ab jetzt einfach im Kapitel 2 „hängen“, baut einen Cheat-Day in der Woche ein, der dann irgendwann noch einmal im Monat oder später gar nicht mehr auftaucht…


Mir ist vor allem wichtig, dass Ihr sensibilisiert seid – Zucker ist überall zu finden. Außerdem finde ich wichtig zu erkennen, dass auch ohne Zucker sehr lecker und vor allem gesund gelebt werden kann.

Es ist immerhin gar nicht so schwer, Alternativen zu finden und außerdem benötigen wir ja auch mittlerweile viel weniger Süße, als es noch vor ein paar Wochen der Fall war, oder?!

Fazit:

Das „Gönndirwas-Wochenende“ ist eine Art „Belohnungs-Cheat-Day“ in lang. 🙂

Es dient dazu, Euch einen idealen und „einfachen“ Start in das Leben DANACH zu ermöglichen. Erst einmal was gönnen und dann wieder rein in all die gesunden Gewohnheiten, die Ihr Euch in den letzten Woche aufgebaut habt.

Vielleicht macht Ihr es wie wir hier in der aktiVital-Zentrale. Innerhalb der Woche werden wir weiterhin frisch unser Mittagessen im Büro vorbereiten, also weiterhin nach den Kapiteln 1 und 2 essen und das auch zu Hause so weiterführen. Nur am Wochenende gibt es dann ein paar Ausnahmen. Vielleicht baut Ihr ja sogar einen Cheat-Day ein. Dann könnt Ihr Euch die ganze Woche auf diesen Tag freuen und schon einmal planen, was es tolles zum futtern gibt.

 

Also dann ihr Lieben,

ich wünsche Euch ein super tolles und leckeres Wochenende!