Jetzt auch noch Bewegung?!?! JAAAAA!!!

Das Programm „Zuckerwatte im Kopf“ läuft nun schon genau 14 Tage. Die letzten zwei Wochen haben die Teilehmenden nicht nur auf Zucker und Zuckerersatzstoffe, sondern auch auf viele Lebensmittel mit Kohlenhydraten (vor allem denjenigen mit einem hohen Stärkegehalt) verzichtet und ihre Ernährung einmal auf den Kopf gestellt.

Da bleibt eventuell beim Thema Sport schon mal die Puste aus…

Wie das mit Bewegung, Sport und körperlicher Betätigung während solch einer ernährungstechnischen „Extremsituation“ für Euch und Euren Körper aussieht, erklärt Euch Andrea Hupe. Sie ist seit Jahren als Expertin im Bereich Sport, Bewegung und auch Ernährung für uns im Einsatz und in Hamburg als Personal Trainerin angesiedelt.


Andrea Hupe, Personal Trainerin, Hamburg

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Sport ohne Kohlenhydrate bzw. die Energie aus Zucker… Geht das überhaupt?

Schließlich steht ja überall, dass der Körper die Energie für die Herausforderung, die ich ihm beim Sport stelle, am schnellsten aus Kohlenhydraten ziehen kann. Und die verweigere ich ihm ja gerade. Und was hat das eigentlich mit diesem Fettstoffwechsel auf sich?

 

Aus meiner Erfahrung als Personal Trainerin kann ich Euch beruhigen: Natürlich kann und sollte man sich sportlich betätigen, auch wenn Ihr gerade an „Zuckerwatte im Kopf“ teil nehmt. Oder anders gesagt: Gerade jetzt! Denn der Körper braucht Bewegung, damit Ihr Euch noch besser fühlt.

 

Wie schon im #Mussichwissenmittwoch zum Thema Zuckerstoffwechsel beschrieben, kann man die Energiegewinnung grob in zwei Stoffwechsel unterscheiden:

Kohlenhydratstoffwechsel und Fettstoffwechsel.

Da Kohlenhydrate schneller vom Körper in Energie umgewandelt werden können und es der einfachste Weg ist, greift dieser natürlich zuerst einmal darauf zurück. Sind allerdings keine Energiereserven mehr vorhanden, wechselt er in den Fettstoffwechsel. Das hört sich erst einmal fantastisch an und ist auch sehr gut, allerdings braucht der Körper länger, um aus Fett Energie zu gewinnen. Er muss erst einmal lernen, mehr auf den Fettstoffwechsel zurückzugreifen.

 

Was bedeutet das jetzt für „Zuckerwatte im Kopf“ und Sport?

Alle moderaten Sportarten sind absolut erlaubt und erwünscht! Darunter fällt unter anderem Schwimmen, Nordic Walking, Yoga, Pilates und nicht zu intensiver Ausdauersport.

Zudem ist moderates Krafttraining sinnvoll, da der Körper unter anderem auch zur „schnellen“ Energiegewinnung auf unsere Muskelmasse zurückgreift und diese in der Gluconeogenese dafür abbaut. Und das Letzt was wir wollen, ist unsere vorhandene Muskelmasse zu verlieren!

Es gibt allerdings auch Don´ts. Das sind alle Sportarten, die sehr explosiv oder mit einer sehr hohen Intensität verbunden sind. Deshalb wäre es erst einmal sinnvoll, dass in Kapitel 1 von „Zuckerwatte im Kopf“ auf Belastungen wie HIIT (High Intesity Interavall Training), Sprints und Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko zu verzichten.

Zum Schluss möchte ich allerdings immer dazu sagen, dass wir alle Individuen sind und jeder Körper auf Zucker- bzw. Kohlenhydratentzug anders reagiert. Zudem hat jeder Mensch sein persönliches Trainingslevel, sodass der Körper unterschiedlich auf intensive Belastungen reagiert.

FAZIT:

JETZT ODER NIE!!! Wenn Ihr schon Eure Ernährung umstellt, warum dann nicht auch direkt Eure Gewohnheiten bezüglich der Bewegung im Alltag? Nutzt die Chance und startet optimal ins neue Jahr!

Viele Grüße, Eure Andrea!


 

Na dann, hoch den Hintern und rein in die Laufschuhe mit Euch! 😉

Ganz viel Spaß beim sporteln und eine schöne Woche,

Dani

#motivationsmontag