Frühstück oder nicht? Eine ewige Diskussion über den Start in den Tag

Frühstücken wie ein Kaiser, Mittag essen wie ein König

und Abend essen wie ein Bettler.

Das hat sicher jeder von uns schon einmal gehört.

Cornflakes-Hersteller und Wissenschaftler sowie Großmütter sind sich da einig:

„Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages“. Das hat meine Oma schon immer gesagt und sich unglaublich darüber aufgeregt, wenn ich mal wieder ohne Frühstück morgens das Haus Richtung Schule verlassen habe.

So soll ein ausgewogenes, eiweißreiches Frühstück nicht nur vor Heißhungerattacken, sondern auch vor Herzkrankheiten, Übergewicht und Müdigkeit schützen. Doch ist es wirklich so schlimm, wenn man morgens einfach keinen Hunger hat und das Frühstück auslässt? Muss man Kindern, die eigentlich gar nicht wollen, vor der Schule ein Frühstück aufdrängen?

Seit ein paar Jahren, vor allem in diesem Jahr immer populärer, ist das sogenannte Intermittierende Fasten. Dabei wird meist das Frühstück weggelassen, weil nur in einem Zeitraum von 8 Stunden gegessen und in den übrigen 16 Stunden gefastet werden soll.

Bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich über einen Artikel in der New York Time gestolpert:

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Artikel in der New York Times

Aaron E. Caroll, Professor an der Indiana University School of Medicine, kritisiert in diesem Artikel den Volksglauben, es gäbe eine Frühstückspflicht am Morgen (von der Wissenschaft vielfach bestätigt).

Sein Vorwurf lautet daher, dass die meisten Studien, die regelmäßiges Frühstücken am Morgen empfehlen, nicht aussagekräftig genug seine. Diese würden aus reinen Vermutungen Handlungsempfehlungen ableiten und zitieren sich ständig gegenseitig.

Es gibt unglaublich viele Ernährungsstudien und Diskussionen zu diesem Thema.

Wenn man allerdings bedenkt, dass viele große dieser Studien von Lebensmittelherstellern finanziert wurden, bekommen diese Ergebnisse doch einen bitteren Beigeschmack.

Caroll sagt nicht, dass wir alle aufhören sollen morgens zu frühstücken! Allerdings sollte man das Frühstück auf gewisse Art und Weise „entmystifizieren“.


Sicher gibt es den ein oder anderen unter Euch Lesern, die ohne Frühstück NIE und NIMMER das Haus verlassen würden. Die dann den ganzen Tag „nicht zu gebrauchen“ sind. Auf der anderen Seite gibt es sicherlich auch solche unter Euch, und da zähle ich mich ganz klar mit dazu, die morgens einfach keinen Bissen herunter bekommen.

Von daher; Leute – tut das, was Euch gut tut!

Wichtig dabei ist nur, dass Ihr über den Tag verteilt die Bestandteile zu Euch nehmt, die Euer Körper braucht. Stopft nicht alles in Euch rein, nur weil Ihr Hunger habt. Und da liegt nämlich meist der Hund begraben.

Viele „Frühstücksverweigerer“ werden irgendwann, im Laufe des Vormittags, Hunger bekommen. Und dann… ab zum Bäcker um die Ecke, rein in den Supermarkt und vorbei am Süßigkeitenregal, lecker reingebissen in die süßen Versuchungen die überall auf uns warten.

Daher mein Tipp;

Morgens ohne Frühstück los zur Arbeit, kein Probleme. Aber bereitet Euch auf den Moment vor, in dem der Hunger kommt! Nehmt einfach eine kleine Zwischenmahlzeit mit, wenn ihr nicht bis zum Mittag essen durchhaltet. Ein Apfel oder eine Banane, eine Portion Müsli oder ein Joghurt, eine Handvoll Mandeln oder ein gekochtes Ei…

Es gibt so viele Möglichkeiten nicht in die Junkfoodfalle zu tappen.

Das Thema „intermittierendes Fasten“ werde ich im Laufe der nächsten Wochen auch noch einmal hier im Blog aufgreifen.


Den Blog von Professor Caroll gibt es übrigens hier:

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